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Triggerpunkttherapie-was ist das eigentlich?

August 13, 2016

 

Das Wort Trigger kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie „Auslöser“, also die Quelle des uns störenden Schmerzes. Diese Therapieform bekämpft hauptsächlich nicht den resultierenden Schmerz, sondern beseitigt dessen Ursache. Schmerzen treten oft weit entfernt von der Quelle – dem Triggerpunkt – auf und werden daher häufig fehlinterpretiert. So können z.B. „neurologisch“ austrahlende Schmerzen im Bein fälschlicherweise als Bandscheibenvorfall interpretiert werden. Die Ursache liegt aber oft in muskulären Triggerpunkten im Gesäß.

 

 

 

 

 

 

Im Muskelgewebe sind Triggerpunkte daher verantwortlich für:

lokale Schmerzen,
ausstrahlende Schmerzen (referred pain),
Bewegungseinschränkungen durch verkürzte Muskulatur

 

Als Triggerpunkt bezeichnet man knotige Veränderungen in einem Muskelfaserbündel. Der Trigger stellt eine dauerhaft verkürzte, verdickte oder verhärtete Struktur dar, welche sich von selbst nicht mehr lösen kann. Durch sie wird dieser Bereich vorerst lokal weniger mit Blut versorgt, es kommt zu einem Mangel an Sauerstoff aber auch an wichtigen Nährstoffen für den Muskel. Der Körper reagiert lokal mit einem Entzündungsprozess, welcher schon nach kurzer Zeit chronisch wird und Schmerzen sowie deutliche Bewegungseinschränkungen auslöst. Hier kann die Triggerpunkttherapie eingreifen.

Erste Trigger-schmerzhafte Stellen in der Muskulatur hat man schon im 17. Jahrhundert aufgezeichnet. In den 20 er und 30 er Jahren waren Janett Simons und David Travell maßgeblich an der weiteren Forschung der Triggerpunkte beteiligt. Sie entwickelten, die noch heute gültigen Trigger- Karten, welche die typisch, reproduzierbaren Ausstrahlungsareale von Triggerpunkten darstellen und bei ausgebildeten Therapeuten zur Diagnostik zum Einsatz kommen.

 

Folgende Ursachen fördern die Entstehung von Triggerpunkten:

Überbelastungen (Sport)
einseitige Belastungen (Alltag, Beruf)
Stürze und Unfälle
psychische Faktoren (Stress, Burn out, Depression,…)
ernährungsbedingte Faktoren ( Übersäuerung, Übergewicht,…)

 

 

 

 

Ablauf einer Triggerpunkttherapie

Mit gezielten Fragen zur Krankengeschichte analysiert der Therapeut zuerst den Auslöser und damit die Triggerpunkte. Hier ist es entscheidend den Erst-Trigger zu finden, da dieser der Auslöser für ganze Trigger-Ketten sein kann. Mit Druck / gezielter Palpation spürt der Therapeut den Trigger im entsprechenden Muskelgewebe auf. Entscheidend ist es den typisch bekannten Schmerz des Patienten auszulösen, d.h. der Patient muß seinen Schmerz deutlich wiedererkennen. Oftmals liegen hierbei Schmerzauslöserpunkte und tatsächliche Schmerzorte weit von einander entfernt.

In der Triggerpunkttherapie spricht man vom referred pain – Ausstrahlungsschmerz, welcher bis zu 1 Meter vom tatsächlichen Trigger entfernt liegen kann.

 

 

Ein wesentlicher Therapieerfolg bei der Triggerpunkttherapie ist aber auch von regelmäßigen Dehnungsübungen und moderaten Ausdauertraining abhängig. Durch die vom Therapeuten richtig angelernten Dehnungsübungen können, die durch Triggerpunkte entstandenen Verkürzungen in der Muskulatur, nachhaltig entspannt werden. Ebenfalls hat sich gezeigt, dass sich moderate Ausdauersportarten wie Nordic Walken, Radfahren, Joggen, Schwimmen, aber auch Yoga, moderates Krafttraining, fasziales Training positiv auf die Gesamtbelastung und somit Genesung von Triggerangriffszonen auswirken.

 

Die Physiotherapie Praxis Prasch erstellt Ihnen gerne ein Trainingsprogramm das auf Ihre beruflichen und privaten Lebensumstände individeull abgestimmt ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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