Bachlerteichweg 3

Villach, 9500

  • Facebook Social Icon

pt.prasch@gmail.com

0043 6767989545

© 2016 by Cornelia Prasch

 

Blog

Fersensporn

September 15, 2016

 

 

 Zu den relativ häufig anzutreffenden Fußerkrankungen zählt der Fersensporn (Kalkaneussporn), der bei jedem zehnten Erwachsenen nachgewiesen werden kann. Meist sind die betroffenen Personen – mehr Frauen als Männer - zwischen 40 und 60 Jahre alt. Fersensporne sind nicht natürliche Knochenauswüchse im Bereich des Fersenbeins, die aufgrund von Ansatzreizungen der Fußsohlensehnenplatten entstehen.

Als Folge von Druck- und Zugeinwirkungen, die den Knochen zum Wachstum anregen, verursacht der Fersensporn oft gar keine oder nur geringe Beschwerden, weshalb er nicht selten zufällig im Rahmen einer Röntgenuntersuchung entdeckt wird. Kommt es allerdings durch einen Kalkaneussporn zu Entzündungen im umliegenden Gewebe der Fußsohle oder im ansetzenden Sehnenstrang (Plantarfasziitis), können starke Schmerzen auftreten.

 

 

Die Ursachen von Fersenspornen

 

 

Ein Fersensporn entsteht meist in Folge einer Überbelastung durch Zug oder Druck. Die zu starke Belastung kann dazu führen, dass die  Plantarfaszie (Sehnenstrang der Fußsohle) an der Ansatzstelle der Ferse so beansprucht wird, dass sich kleine Risse bilden, wodurch die Knochenhaut und das umliegende Gewebe gereizt werden und sich eine schmerzhafte Entzündung bildet, die auf die untere Ferse begrenzt ist. Wohl um die kleinen Sehnenrisse zu heilen, lagert der Körper  an den betroffenen Stellen entlang der Sehnen Kalk ab, was die Entstehung des Fersensporns, dieser nicht natürlichen knöchernen Ausziehung, erklärt. Außerdem reagiert das Knochengewebe auf die Überlastung und beginnt Knochen zu bilden.

Als Ursachen für die Ausbildung eines Fersensporns kommen folgende Faktoren in Frage:

  • erbliche Faktoren

  • Blockaden im Kreuzdarmbeingelenk oder den Fußwurzeln, die allerdings nur selten auftreten

  • eine Überlastung der Plantarfaszie durch Übergewicht, schwere körperliche Arbeit oder die Ausübung eines stehenden Berufs

  • zu langes Laufen auf hartem Laufuntergrund wie Asphalt

  • zu rasche Steigerung der Laufumfänge

  • sehr intensiver Sport in schlechtem Trainingszustand

  • Verkürzte Muskulatur im Bereich der Waden und Füße sowie Muskelverspannungen und ungenügende Durchblutung

  • das Tragen von zu engen und nicht ausreichend gedämpften Laufschuhen (oder Straßenschuhen), die den Zehen nicht genügend Bewegungsfreiheit lassen

  • Absenkungen des Fußquergewölbes, die vor allem in höherem Lebensalter häufiger vorkommen

  • Fußfehlstellungen wie Knick-Senkfüße sowie eine übermäßige Pronation (Außendrehen der Fußsohle)

     

     

    Die Diagnose

    erfolgt mittels Röntgenuntersuchung.

     

    Die Therapie

    Die Heilungsrate liegt mit rund 90 Prozent zwar sehr hoch, aber nach einer Fersensporn-OP müssen sich die Betroffenen auf eine lange Regenerations- und Genesungsphase einstellen. Da die operative Entferung des Fersensporns darüber hinaus das Risiko in sich birgt, dass zurückbleibende Narben zu andauernden Schmerzen führen, setzen die Ärzte alles dran, die Fersenschmerzen durch konservative Therapien zu beseitigen.

    Besondere Bedeutung kommt dabei der Anpassung von orthopädischen Einlagen zu, mit denen Fußfehlstellungen ausgeglichen werden müssen. Bei einem unteren Fersensporn können Fersenkissen mit Locheinlagen über der druckempfindlichen Stelle Linderung der Schmerzen bringen und das Fußlängsgewölbe entlasten.

Auch kann bei einem dorsalen Fersensporn schon der Wechsel der Schuhe Besserung bringen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Schuhe hinten nicht auf Höhe des Fersensporns abschließen. Grundsätzlich sind auch Shuhe und Laufschuhe zu meiden, die im Vorfußbereich zu unflexibel sind und die Zehen einquetschen.

 

Manchmal verschwinden die Symptome eines Fersensporns ganz ohne Behandlung, in der Regel aber dauert es in 80 Prozent aller Fälle ein Jahr, bis die teilweise recht langwierige Behandlung den gewünschten Erfolg hat. Bei über 95 Prozent der Patienten genügt eine konservative Therapie des Fersensporns. Nur bei knapp fünf Prozent ist eine Operation des Fersensporns erforderlich.

 

Darüber hinaus können Fersensporne behandelt werden durch

  • Kältebehandlungen (Eisanwendungen) an der entzündeten Ferse

  • Massagen der Fußsohlen – zum Beispiel mit Hilfe eines Igelballs

  • eine Laufpause sowie nach Möglichkeit das Meiden von längeren Gehstrecken und langem Stehen

  • entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente

  • Kortisoninjektionen im Fußsohlenbereich, die aber sehr schmerzhaft sind und zudem die Gefahr von bleibenden Gewebeveränderungen in sich bergen, die die Fersenschmerzen noch verstärken können

  • Ultraschallanwendungen (Stoßwellentherapie) und Strahlentherapien zur Auflösung der Verknöcherungen

  • das Tragen von Schienen, die es ermöglichen, die Achillessehne und die Plantarfaszie über Nacht leicht gedehnt zu halten

  • physiotherapeutische Übungen zur Streckung der Plantarfaszie, der Wadenmuskulatur und der Achillessehne

Haben Sie nun in diesem Artikel Ihre Symptome wiedererkannt, oder wurde bei Ihnen schon ein Fersensporn diagnostiziert, so holen Sie sich eine Verordnung bei Ihrem Arzt des Vertrauens.

Die Physiotherapie Praxis Prasch bietet ein individuell an Sie angepasstes Behandlungskonzept und erstellt einen Therapieplan der an Ihre Bedürfnisse angelehnt wird.

Please reload

Featured Posts

NEU! GESCHENKGUTSCHEINE NEU!

November 2, 2016

1/1
Please reload

Archive
Please reload

Follow Me
  • Grey Facebook Icon
  • Grey Twitter Icon
  • Grey Instagram Icon
  • Grey Pinterest Icon